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Dringend gesucht: Helden und Spender

Gemeinnützige Organisation stellt neues Hilfsprojekt auf die Beine

Sperrmüllberge auf den Straßen, zerstörte Häuser, verzweifelte Menschen: Wer hat in diesen Tagen nicht die schrecklichen Bilder vor Augen, die in Deutschland die Verwüstung durch die Hochwasserkatastrophe zeigen? Die Hilfsbereitschaft ist glücklicherweise groß. Die Solidarität der Menschen, die vor Ort anpacken oder durch Spendengelder helfen, ist überwältigend. Trotzdem stehen viele Menschen in den überschwemmten Gebieten vor den Trümmern ihrer Existenz.

Um bei solchen oder ähnlichen Katastrophen zukünftig einen tatkräftigen Beitrag zu leisten, ruft nun die Aktion Sonnenherz, eine gemeinnützige Organisation aus dem Landkreis Freising, ein neues Hilfsprojekt ins Leben. Sonnenherz engagiert sich deutschlandweit bislang für Menschen, die unverschuldet in finanzielle Not geraten sind, z.B. durch Krebserkrankungen oder anderweitige schwerwiegende Krankheiten oder durch sonstige Schicksalsschläge. Bisher hatte sich die Organisation darauf konzentriert, im Einzelfall finanzielle Hilfen anzubieten, und konnte seit der Gründung im Jahr 2017 bereits mit über 440.000,00 € Betroffenen helfen (mehr dazu unter: www.fkh-sonnenherz.de). Mit dem neuen Hilfsprojekt möchte die Aktion Sonnenherz nun zusätzlich auch tatkräftige und praktische Unterstützung direkt vor Ort leisten.

Christian Neumeir, der Initiator von Sonnenherz, wendet sich nun deshalb an die Bevölkerung: „Wir brauchen ehrenamtliche Helfer und wir brauchen Spendengelder.“ Das neue Hilfsprojekt konzentriert sich bewusst nicht auf die Akutphase nach einer Katastrophe, sondern kommt jeweils ca. zwei bis drei Tage nach einem großen Schadensereignis zum Einsatz. „Wir möchten mit unserer Hilfe keinesfalls den üblichen Hilfsdiensten im Katastropheneinsatz Konkurrenz machen. Rettungsdienste, Feuerwehren, THW etc. haben immer Vorrang und dürfen durch zusätzliche Helfer grundsätzlich nicht behindert werden.“, betont Neumeir. Deshalb konzentriert sich der Einsatz von Sonnenherz zukünftig am ehesten auf die Unterstützung der Betroffenen bei den Aufräumarbeiten. Um hierfür ein neues Team aufzubauen, werden jetzt freiwillige Helfer aus Ober- und Niederbayern gesucht, die als helfende Hände vor Ort ehrenamtlich anpacken möchten. Melden können sich Interessenten entweder per E-Mail über kontakt@fkh-sonnenherz.de oder telefonisch unter 08764 9498624. Wer anderen Menschen gerne hilft, keine körperlichen und/oder psychischen Einschränkungen hat, und die Möglichkeit besitzt, ca. ein- bis zweimal pro Jahr eine Woche Zeit für die gute Sache zu spenden, ist herzlich willkommen. Kosten entstehen den freiwilligen Helfern keine. Sämtliche Aufwendungen für den jeweiligen Einsatz, wie z.B. Fahrtkosten oder Unterbringungskosten, auch im europäischen Ausland, deckt die gemeinnützige Organisation ab. Darunter fallen auch die Kosten der Ausbildung der Helfer. Diese ist besonders wichtig, um zum einen professionell helfen zu können, zum anderen aber auch, um sich selbst bei einem Einsatz nicht in Gefahr zu bringen.

Neben den reinen Aufräumarbeiten benötigen die Menschen vor Ort aber auch anderweitige Hilfe. Dies kristallisiert sich in den Überschwemmungsgebieten gerade sehr deutlich heraus: Es werden dringend Helfer für die seelische Betreuung der Betroffenen gebraucht. Aber auch Menschen, die für die Verpflegung vor Ort sorgen, ebenso wie z.B. freiwillige Helfer für Hotlines und Logistik. Interessenten, die sich bei diesem Sonnenherz-Hilfsprojekt einbringen möchten, erwarten deshalb unterschiedliche Aufgaben. Und etwas, das sehr wichtig ist: „Helfen, und dadurch aktiv etwas bewirken zu können, ist für jeden Helfer ein überwältigendes Gefühl.“, erzählt Neumeir.

Doch all dies kostet viel Geld. Alleine die Anschaffung von Hilfsgütern, die die Menschen in einem Katastrophengebiet dringend benötigen, ist eine erste Herausforderung. So werden in den aktuellen Überschwemmungsgebieten z.B. dringend Bautrockner, Stromerzeuger, Wasserpumpen, Kettensäugen, Hochdruckreiniger, Nass-Sauger bis hin zu Sanitätsausrüstungen, Powerbanks, Solarleuchten, Besen, Schaufeln und Eimer gebraucht. Und diese Hilfsgüter mit einigen LKWs in das Katastrophengebiet zu fahren und an die notleidenden Menschen zu verteilen, ist sicherlich nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Sollte die Hilfe deshalb besser unterbleiben? Sicherlich nicht, denn: Jeder Wasserfall beginnt mit einem Tropfen und kann deshalb Großes bewirken.

Wer sich finanziell an dem gemeinnützigen Hilfsprojekt beteiligen möchte, kann hier spenden!

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