Foto Katrin mit Familie

„Eigentlich würde ich gerne heiraten, aber ich weiß nicht, welche Steine mir das Leben noch in den Weg legt“

„Im Gegensatz zu vielen anderen Betroffenen erwischte mich die Nachricht von meiner lebensbedrohlichen Erkrankung nicht wirklich aus heiterem Himmel … Dass jedoch eine Wucherung, die kleiner als eine Erbse ist, so viel Einfluss auf alle (!) Bereiche des eigenen – und anderer! – Leben haben kann, war mir damals nicht ansatzweise bewusst“, erzählt Katrin.

Die 42-jährige Mutter von zwei Töchtern hat Krebs: Aus einem einzigen Mammakarzinom wurden schnell zahlreiche weitere Wucherungen am gesamten Körper. Doch sie kämpft wie eine Löwin. Für sich. Für ihre Töchter. Und für ihren liebenden Lebenspartner, den sie sehr gern heiraten möchte.

Das Unglaubliche an ihrer Geschichte: Obwohl ihr die Ärzte versichert hatten, es sei alles in Ordnung, spürte die Chemnitzerin den Krebs. Und sie sollte sich mit ihrer Einschätzung leider nicht getäuscht haben.

Unzählige Therapien haben das Leben der Mutter seit ihrer ersten Krebserkrankung im Jahr 2013 verändert. Chemotherapien und Bestrahlungen kosteten sie extrem viel Kraft. Ihre damalige Beziehung ist in die Brüche gegangen. Und zu allem Übel kehrte der Krebs, von dem sie zwischenzeitlich bereits geheilt schien, nach wenigen Jahren mit voller Wucht zurück.

Doch es gab auch atemberaubende Momente in den vielen Jahren seit ihrer ersten Erkrankung. Denn Katrin wurde, obwohl es niemand für möglich gehalten hatte, in der Phase, in der sie als geheilt galt, von ihrem neuen Partner Tobias schwanger. Sie bekam ihre zweite Tochter Tilda, die inzwischen fünf Jahre alt und der Sonnenschein der Familie ist.

Während der jahrelangen Behandlungen ihrer zahlreichen Tumore gelangte Katrin irgendwann an einen Punkt, an dem sie nicht mehr allein auf die Schulmedizin setzen wollte: „Nachdem ich bisher keine Erfolge bemerkte, wurde ich den schulmedizinischen Behandlungsformen gegenüber immer skeptischer. Ich fing endlich an, mich weiterzubilden und aus meinem dumpfen Brüten und dem Hilflosigkeitsgefühl zu erwachen. Ich las Studien und vertraute nicht mehr allen Anweisungen der Ärzte blind. Ich schaute über den Tellerrand und entdeckte einige interessante naturheilkundliche Verfahren für mich.“

Natürlich wollte die 42-Jährige der Schulmedizin nicht komplett entsagen, sondern diese mit alternativen Methoden unterstützen, um ihre Heilungschancen deutlich zu erhöhen. Durch alternative Heilverfahren wie die Sauerstofftherapie, die Hyperthermie sowie homöopathische und pflanzliche Behandlungen konnte sich ihre Lage im Laufe der Zeit verbessern, sodass Katrin neuen Mut schöpfte. Jedoch musste sie allein für das Jahr 2020 mehr als 8.600 Euro aus eigener Tasche bezahlen, was sich aufgrund von Katrins Krankheit jedoch zunehmend schwieriger gestaltet. Schließlich werden die Kosten für die alternativen Behandlungen nicht durch ihre Krankenversicherung getragen. Während sie selbst ständig im Krankenhaus liegt, um weitere Therapien über sich ergehen zu lassen und demzufolge inzwischen EU-Rente erhält, kann auch ihr Partner nicht mehr wie gewohnt arbeiten. Jemand muss sich schließlich um die beiden Töchter kümmern.

Auch die psychischen Belastungen lassen nicht nach. Immer wieder mussten angesetzte Behandlungen abgesagt werden – entweder durch Corona oder weil Katrins Allgemeinzustand sich aufgrund des Aufkommens zahlreicher weiterer Tumore zusehends verschlechterte.

Auch die Aussage ihres Onkologen, der ihr im Sommer 2020 nur noch ca. einen Monat Lebenszeit gegeben hatte, lässt erahnen, was für ein Schock das für die Zweifachmutter war.

Und dennoch – sie kämpft! Und sie wird niemals aufgeben! „Ich bin dankbar für jeden einzelnen Tag, für jedes Erlebnis, das Erinnerungen für mich und meine Lieben schafft. Ich hoffe, dass insbesondere meine Mädels, aber auch mein lieber Partner, mich als lebensfroh, mutig, tapfer und ein bissl verrückt in Erinnerung behalten. Und bin dankbarer, als ich es je mit Worten sagen könnte, für jede Unterstützung auf diesem Lebensweg mit meinem Wunsch zu leben. Und damit meine ich nicht nur, zu existieren oder lange zu leben, sondern dieses Sein mit Leben zu füllen.“

Doch um weiter kämpfen zu können, fehlen der kleinen Familie die finanziellen Mittel, weshalb sie auf die Hilfe lieber, hilfsbereiter Menschen angewiesen ist. „Ich kann nur hoffen und dafür beten, dass die Menschen, die mich unterstützen, irgendwann einmal das zurückbekommen, was uns durch sie an Gutem widerfahren ist.“

Um der unverschuldet in Not geratenen Familie aus Chemnitz zu helfen, können Sie hier spenden!

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