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Das ganze Leben ein Trauma – und der nächste Tiefpunkt ist erreicht

Die rastlose Suche nach Ruhe und Wärme endet wieder einmal in Eiseskälte

Es gibt furchtbare Schicksale, Tragödien und Leidenswege: Wer behütet aufgewachsen ist und ein geregeltes Leben führt, kann kaum begreifen, wie die betroffenen Menschen all das „verpacken“ können, was ihnen widerfahren ist. Rita H. aus Karlsruhe blickt auf solch eine Vergangenheit mit vielen traumatischen Tälern. All ihren Erfahrungen zum Trotz verliert Rita mit 56 Jahren ihren Willen und ihre Hoffnung nicht, irgendwann in Frieden ihr Leben genießen zu dürfen. Doch neben schweren psychischen Belastungen ihres bisherigen Lebens macht ihr auch die Gegenwart einen Strich durch die Rechnung – und um Rita ist es nicht nur emotional eiskalt.

Ein kleines Häuschen auf einem Campingplatz: Das ist die Unterkunft der alleinstehenden Rita. Für ihr Zuhause zahlt sie eine feste Jahresmiete und Nebenkosten: Kosten die sie durch Erwerbsminderungsrente und eine strittige Opferrente aufbringt, um deren angemessene Erhöhung Rita bereits seit einem halben Jahr kämpft. Mitten im Winter läuft Rita ein kalter Schauer über den Rücken und Gänsehaut kehrt in ihren Alltag ein. Diesmal sind es aber nicht die seelischen Narben, die sie wieder und wieder quälen, sondern rein technische Probleme, die auch starke physische Belastungen mit sich bringen.

„Nur“ ein technischer Defekt – mit unzumutbaren Auswirkungen

Ritas Häuschen verfügt über eine alte Gas-Wasser-Therme, die zur ungünstigsten Zeit einen Defekt aufweist. Eine Reparatur ist unausweichlich, da die Anlage als Heizung und Warmwasserlieferant für Ritas tägliches Leben dient. Der Kostenvoranschlag zur Reparatur durch eine Sanitärfirma liegt vor und beträgt 7.300,00 €. Eine Summe dieser Höhe aus eigener Kraft aufzubringen ist für Rita reinste Utopie. Doch auf die Reparatur zu verzichten und damit ohne Heizung und warmes Wasser zu leben ist ein unzumutbarer Zustand.

„Als wäre mir im Leben nicht schon genug Gefühlskälte entgegengebracht worden…“, sagt Rita innerlich tieftraurig im Gespräch mit der Aktion Sonnenherz. Die gemeinnützige Organisation möchte der 56-Jährigen aus Karlsruhe mit einem Spendenaufruf etwas Unterstützung bieten. Nicht zuletzt ist es ihre höchst belastende Vergangenheit und gleichzeitig ihr hilfsbereites, kämpferisches und zukunftsorientiertes Wesen, wofür Rita jetzt jede Hilfe verdient hat.

Wohin mit all den fürchterlichen Erfahrungen?

Ritas Leidensgeschichte beginnt schon sehr früh: mehrere Gewalt- und Missbrauchserfahrungen in der Kindheit setzen sich nahtlos fort bis ins Erwachsenenalter. Dass sie schon seit langem an einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet, überrascht nicht. Ritas Eltern waren starke Alkoholiker und aufgrund des wiederholten Missbrauchs und der Körperverletzungen wurde das Mädchen schließlich vom Jugendamt aus ihrer Ursprungsfamilie genommen. Doch auch im Kreise der späteren Pflegefamilie kam es zum sexuellen Missbrauch, gedeckt von der Pflegemutter.

Rita ist eines von sieben Geschwisterkindern, von denen bereits eines Suizid begangen hat. Rita ist selbst zweifache Mutter, ihr Sohn und ihre Tochter sind beide erwachsen. Ihr Sohn hatte mit sechs Jahren einen Lungentumor der erfolgreich therapiert werden konnte: Man könnte es als einen Lichtblick in ihrer sonst düsteren Vita bezeichnen, doch mit diesem „Glück im Unglück“ endete Ritas Leidensweg nicht. Im Jahr 2001 wurde sie mit dem Suizid ihres Ehemannes konfrontiert und auch Rita selbst gelangt später an diesen Punkt ohne perspektivischen Ausweg: 2012 ist sie entschlossen, sich das Leben zu nehmen. Heute ist sie sehr froh, daran gescheitert zu sein.

Wenig vom Leben bekommen – Aber immer bereit, viel zu geben

Wenn Rita ihr bisheriges Leben auch nicht ändern oder vergessen kann, möchte sie zumindest ihre Zukunft aktiv positiv beeinflussen – so wie auch das Leben von Menschen, die ein ähnliches Schicksal teilen. Aktuell bestreitet Rita eine umfangreiche Traumatherapie, um ihre Kindheit aufzuarbeiten und die belastenden Ereignisse künftig besser verarbeiten zu können. Im Interview mit der Aktion Sonnenherz zeigt sich Rita als eine sehr sympathische Frau mit einem unglaublichen Kampfgeist.

Ihr soziales Engagement kommt aus tiefstem Herzen und mit großer Empathie, nicht zuletzt aufgrund dessen was ihr selbst wiederfahren ist. Ihre ehrenamtliche Tätigkeit für den Frauennotruf hilft ihr auch, die eigene Last besser zu kanalisieren. Schon heute bietet Rita Unterstützung nach all ihren Kräften an, übernimmt Fahrten und hilft auf Basaren. Ein wichtiges Ziel für die nahe Zukunft: Nach Beendigung ihrer Therapie möchte Rita sich intensiv für Missbrauchsopfer einsetzen.

Hilfe für die Helfende

Rita ist eine starke Frau, die sich trotz aller Widrigkeiten durchs Leben gekämpft hat. Eine defekte Heizung oder die dafür anfallenden Kosten sind für sie eigentlich kein Grund, zu verzagen oder sich von fremder Hilfe abhängig zu machen. Doch sie bewohnt ein altes Haus mit wenig Wärmedämmung, das bei Minustemperaturen ohne Heizung und warmes Wasser keine Lebensgrundlage bilden kann. Rita befindet sich in ihrem Leben derzeit auf einem stabilen Weg in eine bessere Zukunft. Soll ihr denn wirklich ein Defekt in der Haustechnik Steine in den Weg legen oder sie zu Fall bringen? Über 7.000 Euro, das kann Rita niemals allein aufbringen, doch auch kleine Beiträge von „Wärmespendern“ können für Ritas Situation und ihr weiteres Leben einen unheimlich wertvollen Beitrag leisten.

Um Rita bestmögliche Unterstützung zu ermöglichen, spenden Sie hier!

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